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Verantwortung für Weinberg und Kulturlandschaft


Als eine der ältesten und kleinsten Genossenschaften Deutschlands blicken wir auf eine lange Geschichte zurück. So wie das ortsansässige Daimler-Werk die technische Entwicklung der Region geprägt hat, haben auch wir über viele Jahrzehnte zur Entwicklung des Weinbaus in Stuttgart beigetragen. Dabei gehören der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen, der Erhalt unserer Kulturlandschaft sowie eine langfristige und verlässliche Betriebsführung seit jeher zu den Themen, die unsere Arbeit prägen. Diese Aspekte entwickeln wir heute systematisch weiter und beziehen dabei ökologische, soziale und wirtschaftliche Kriterien gleichermaßen ein.

Wir betreiben Weinbau in einem Naherholungsgebiet, die Weinberge prägen das Stadtbild, sie begrüßen Weinliebhaber und Touristen aus aller Welt. Themen wie Biodiversität und schonender Pflanzenschutz rücken damit natürlich immer mehr in den Fokus. Mit dem Verzicht auf Herbizid, mit Einsaaten und mechanischer Bewirtschaftung der Weingärten definieren wir Maßnahmen für die Arbeiten im Weinberg, die das Bodenleben entscheidend verbessern und die Artenvielfalt bewusst fördern. Zahlreiche ökologisch bewirtschaftete Flächen, unter anderem in den besonders schwer zugänglichen Terrassen- und Steillagen, zeigen das große Engagement, mit dem unsere Mitglieder hier ans Werk gehen und sind unser Beitrag zu einer zukunftsfähigen Stadt.

Unsere Verantwortung umfasst neben ökologischen auch wirtschaftliche und soziale Aspekte. Deshalb berücksichtigen wir bei unseren betrieblichen Entscheidungen den bewussten Einsatz von Ressourcen, faire und verlässliche Arbeitsbedingungen, gesellschaftliches Engagement sowie eine langfristig ausgerichtete Betriebsführung. Dabei überprüfen und entwickeln wir unsere Maßnahmen kontinuierlich weiter.

Seit dem Jahrgang 2019 ist die Weinmanufaktur Stuttgart als erste deutsche Genossenschaft FAIR’N GREEN zertifiziert. Die Zertifizierung unterstützt uns dabei, ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte unseres Handelns regelmäßig zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Dabei betrachten wir nicht nur die Arbeit im Weinberg, sondern auch unsere betrieblichen Abläufe und unsere Verantwortung gegenüber Mitarbeitenden, Gesellschaft und natürlichen Ressourcen.

Über FAIR’N GREEN:

FAIR’N GREEN ist ein Zertifizierungssystem für Weinbaubetriebe, das ökologische, soziale und wirtschaftliche Kriterien berücksichtigt. Dazu zählen unter anderem der Schutz natürlicher Ressourcen, die Förderung der Biodiversität, faire Arbeitsbedingungen, gesellschaftliches Engagement, der Erhalt der Kulturlandschaft sowie eine langfristig ausgerichtete Betriebsführung. Im Rahmen der Zertifizierung werden konkrete Ziele und Maßnahmen entlang der Wertschöpfungskette betrachtet und weiterentwickelt – beispielsweise die Reduktion von CO₂-Emissionen, Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität oder Aktivitäten im sozialen und gesellschaftlichen Bereich.

Das FAIR’N GREEN-Siegel auf der Flasche macht für Verbraucher sichtbar, dass der Betrieb nach den Kriterien des Zertifizierungssystems geprüft wurde. So können sich Konsumenten gezielt über die zugrunde liegenden ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Anforderungen informieren und diese bei ihrer Kaufentscheidung berücksichtigen.